Die Landkarte ist nicht die Landschaft

Wie Realität durch Sprache entsteht und Veränderung passiert

Alfred Korzybski hat mit einem wichtigen Satz das Modell von NLP geprägt: „Die Landkarte ist nicht die Landschaft.” (The map is not the territory.) Dieser Satz bildet die vierte Grundannahme im Modell von NLP. Er ist der Grundpfeiler für ein tieferes Verständnis von NLP. Er definiert das Verhältnis zwischen Deiner Realität und Deinen Vorstellungen. Wenn Du die Sprache, also die Beschreibung Deiner Realität veränderst, hältst Du den Schlüssel für andere Ebenen Deiner Veränderung in der Hand. DAS ist angewandtes NLP.

„Alles das, was wir in unserer Realität mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen, alles das bilden wir in unserem Gehirn ab. Also die Landschaft der Realität bildet sich auf der Landkarte unseres Gehirns ab. Die einzige Möglichkeit, die wir haben, um diese Landkarte anderen Menschen zu beschreiben, ist unserer Sprache. Mit unserer Sprache beschreiben wir also unsere Wirklichkeit für andere und natürlich auch für uns selbst. Welche Art von Sprache wir verwenden und wie wir diese Sprache einsetzen, bestimmt, wie gut das Modell, die Landkarte, mit der eigentlichen Realität der Wirklichkeit übereinstimmt.”  Alfred Korzybski

Korzybski war Linguist. Er erkannte als Erster, Anfang des 20. Jahrhunderts, wie wichtig der „richtige” Gebrauch der Sprache für ein erfolgreiches Leben ist. Er entwarf ein „Neuro-Linguistisches Training” und wies damit den Entwicklern des Modells von NLP den Weg. Sein Modell war idealistisch und theoretisch. Seine Argumentation und die Schlüsse daraus sind für Laien eher schwer verdaulich.

Einer seiner Schüler jedoch hat ein leicht fassliches Buch über Korzybskis NLT geschrieben. Es ist vergriffen, aber manchmal findest Du noch ein Exemplar in amerikanischen Antiquariaten. Der Titel: Kenneth S. Keyes jr.: How to Develop Your Thinking Ability. A guide to straight thinking and sound decisions. Ein Kapitel in diesem Buch handelt vom Gebrauch der Sprache und von den Konsequenzen falschen und richtigen Sprachgebrauchs.

Für Deinen Alltag erscheint mir die Erkenntnis wichtig, darauf zu achten, dass die Ergebnisse, die Du durch und mit Deinem sprachlichen Ausdruck erzielst, für Dich und Deine Umwelt auch zuträglich sind. Wenn ich mich im Alltag umsehe, fällt mir auf, dass viele Menschen eine Art von Landkarte im Gehirn zu haben scheinen, die ihnen eher nicht gut tut. Woher sollte sonst die Menge an schlechten Gefühlen, an Leid, an Depression und all der Missvergnüglichkeit im persönlichen Umgang kommen.

In meiner Einführung in das Modell von NLP achte ich besonders darauf, dass sich Deine Sprache Deiner gewünschten Realität so anpasst, dass auch das „herauskommt”, was Du Dir vorgenommen hast. So funktioniert eben NLP: Durch die Veränderung Deiner Sprache veränderst Du Deine Wahrnehmung und schliesslich auch die Welt um Dich herum.

Mich verwundert immer wieder, wie einfach diese Regeln in ihrer Anwendung sind und wie wenige Menschen ein Bewusstsein dafür haben, dass sie selbst ihr Leben ändern können. In der Grundausbildung von NLP, dem NLP Practitionerlernst Du von mir, wie Du Deine Sprache und damit Deine Realität verändern kannst. So kannst Du Deine Ziele im Leben sehr viel einfacher erreichen.

Viele Menschen, mit denen ich über das wichtige Thema der Veränderung spreche, behaupten: „Aber das kann doch gar nicht sein. Ich würde ja ein erfolgreiches Leben haben, wenn meine Freundin nicht nur immer ladrararararrada machen würde” oder „wenn mein Vater oder wenn meine Mutter nicht dauernd dardaradarad machen würden …”. Da siehst Du, wie tief eingebrannt es im Selbstverständnis Deiner Umgebung ist, die Verantwortung für Deine Gefühle, für Dein Leben, für Deine Sprache und für Deine Gestaltung Deiner Realität an andere Personen abzugeben.

Wenn Du schliesslich akzeptiert hast, dass die Wirkungsmechanismen, die ich im letzten Absatz beschrieben habe, auch für Dich gelten, dann heißt das noch lange nicht, dass die Landkarte in Deinem Gehirn auch in der Lage ist, Dir den Weg zu weisen. Ein kleines Beispiel: Wenn ich aus dem Fenster sehe, nehme ich gerade einen wunderbaren Wintertag wahr, die Sonne steht schräg am Horizont, kleine, rosa gefärbte Wölkchen heben sich vom tiefen Blau des leuchtenden Himmels ab. Der Rauch aus dem Kamin gegenüber löst das Gefühl von Geborgenheit in mir aus, ich liege auf der Couch, eingekuschelt in eine Decke. Meinen Computer halte ich auf meinen Knien, ich schreibe am geliebten Newsletter. Das ist meine Wahrnehmung, meine Sicht der Welt (Realität), also das, was gerade Wirklichkeit für mich ist.

Es ginge allerdings auch anders: „Ach, schon wieder dieser blöde Newsletter. Jede Woche das Gleiche, heute fällt mir sowieso nichts ein. Arbeit, Arbeit, Arbeit und wofür soll das alles gut sein…? Was habe ich davon, dass ich mich so anstrenge, mir Woche für Woche so viel Arbeit mache? Und draußen: Scheißwetter, minus vier Grad. Es ist zum Kotzen, ich weiß wirklich nicht, was die Leute am Winter finden …” Das ist eine andere von vielen weiteren Möglichkeiten, eine „wirkliche Realität” wahrzunehmen.

Ich höre: Aber es ist doch kalt draußen. Ja, das stimmt. Die Tage werden auch immer kürzer. Für mich stellt sich jedoch die Frage, wie ich wahrgenommene Fakten interpretiere. Welches Stück der Torte (Metapher) ich mir abschneide. Ist kaltes Wetter gut oder schlecht? Ist Newsletter-Schreiben gut oder schlecht? Ist Arbeit (haben oder finden) gut oder schlecht? Hast Du die Wahl, Dir Deine Realitäten auszusuchen? Ja, die hast Du!

Vielleicht allerdings bist Du einer von jenen, die „die Wahrheit” ihrer Weltsicht als die einzige wahre Wahrheit sehen und aller Welt begreiflich machen wollen. Vielleicht findest Du beständig „Beweise” dafür, dass Deine mit negativem Ergebnis behaftete Wahrnehmung der Realität „die richtige” ist, auch wenn Du mit dieser (willkürlichen) Sicht negative Gefühle in Dir selbst und in Anderen auslöst. UND vielleicht willst Du mir nun erzählen, dass Dein „richtiger” Zustand nicht von Dir zu ändern ist, sondern das Resultat ist, wie andere Menschen Dich behandelt haben. Träume weiter… oder komm zum NLP Practitioner.

Wie einfach Deine Strategien zu ändern sind, zeige ich Dir auch in meiner Produktion “Stilles Qui Gong”. Ich erinnere mich genau: Die Wendung des „Lächeln des ewigen Wohlbefindens” war plötzlich in meinen Gedanken präsent. Meine Lippen sagten etwas und ich hörte mir selber dabei zu. Ein eigenartiges Phänomen, dachte ich mir damals. Am ehesten wäre ich geneigt, dieses Lächeln an mir durch meine strahlenden Augen wahrzunehmen. Es strahlt mehr von innen, als dass es äußerlich wahrnehmbar wäre. Und für mich gehört zu diesem Lächeln eine spezielle Art von geistiger Ausgeglichenheit, die vermeintliche Probleme des Alltags sehr schnell relativiert.

Ich gehe einen Schritt weiter: vielleicht willst Du mir auf dem Weg meiner Gedanken folgen. Geistige Ausgeglichenheit findet in einem ausgeglichenen Körper statt. Ist Dir schon einmal aufgefallen, wie gut Du Dich nach einer Stunde Sport oder Fitness fühlst? Vielleicht wäre es ja, gerade jetzt wieder einmal angebracht, etwas mehr Aktivität in Dein Leben zu bringen. Einfach, weil es Dich so gut fühlen lässt.

Und das ist mein heutiger Ratschlag zur Veränderung Deiner Landkarte im Gehirn: Zäume das Pferd einfach einmal vom Schwanz her auf. Beginne mit Aktion. TUE etwas, einfach weil es Deiner momentanen intellektuellen Einsicht entspricht und finde DANACH heraus, ob und wie gut es in Dein Leben passt. Mit anderen Worten:
MacheTueFuehle

Und dann: Lächle öfter das Lächeln des ewigen Wohlbefindens. Viel Spaß beim Lächeln wünsche ich Dir dabei.

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